Startseite E-Mail-Kontakt www.grips-service.de Die Vorbereitung der Venusberger Radsportler auf die neue Saison ist in vollem Gange. Allerdings wird der RSV nur schwer an das Rekordjahr 2012 anknüpfen können. Dies liegt auch an zwei nam-haften Abgängen. VON ANDREAS BAUER VENUSBERG - Zahlreiche Kraft- und Ausdauereinheiten haben die Radsportler des RSV 54 Venusberg bereits in den Beinen. Auch die Crosslaufserie wurde erfolgreich gemeistert. Doch selbst in den Winterferien bleibt keine Zeit zum Verschnaufen. In Vorbereitung auf die neue Saison absolvieren die jüngeren Fahrer der Altersklassen U 11 und U 13 ein einwöchiges Trainingslager in der Jugendherberge Hormersdorf. Während sie je nach Wetterlage auch auf Skier umsteigen, hoffen die älteren RSV-Akteure auf mehr Sonnenschein. Sie brechen morgen nach Italien auf. Bereits zum zehnten Mal wollen sie zwei Wochen lang in der Nähe von Rimini trainieren. Bis zu 1600 Kilometer hat Trainer Klaus Fischer seinen Schützlingen in Cesenatico verordnet. Trainingsfleiß ist auch nötig, um in den kommenden Monaten an die guten Ergebnisse von 2012 anzuknüpfen. Einen Höhenflug in ähnlichem Ausmaß erwartet Fischer jedoch nicht. Dafür wurde die Messlatte im vergangenen Rekordjahr zu hoch gelegt. "2012 war das mit Abstand erfolgreichste Jahr in unserer Vereinsgeschichte. So etwas ist schwer zu wiederholen", sagt der Trainer angesichts von insgesamt 106 Siegen. Nicht nur auf Landesebene wurde gejubelt. Auch weit über die Grenzen des Freistaats hinaus sorgten Vereinsvertreter für Furore. So vertrat Martin Bauer, der als 13. der Junioren-DM auf der Straße überzeugte, genau wie Florian Kretschy Sachsens Farben in der Junioren-Bundesliga sowie bei bedeutenden Etappenfahrten. Kretschy belegte in der Bundesliga-Gesamtwertung Rang 9 und durfte sich im Schwalbe-Cup sogar über den Sieg freuen. Nach 21 Rennen dieser Serie hatte er die beste Bilanz aufzuweisen - vor Vereinskollege Bauer. Mit ihren Erfolgen konnten die beiden 18-Jährigen größere Teams auf sich aufmerksam machen. Es folgten Angebote, die die RSV-Starter auch annahmen. Während Kretschy zum KED-Bianchi Team Berlin wechselt, geht Bauer künftig für das Team Jenatec auf Erfolgsjagd. Trainer Klaus Fischer ärgert sich nicht über diese Abgänge - im Gegenteil: "Das ist der nächste Schritt, den Radsportler gehen müssen, wenn sie es weit bringen wollen." Da in der U-23-Bundesliga die Lizenzen über Teams beantragt werden, sei der Wechsel sogar notwendig. Ohnehin handelt es sich noch nicht um einen wahren Abschied, denn sowohl Kretschy als auch Bauer haben noch anderthalb Jahre am Chemnitzer Sportgymnasium vor sich. Auch ins Training des RSV werden sie mitunter eingebunden. So ist Bauer auch jetzt in Italien mit dabei. Dort kann er eventuell den etwas jüngeren Fahrern noch einige Tipps geben. Doch diese haben ohnehin ihr Können schon gezeigt. So überzeugten Philipp Kunz (7./Querfeldein/Jugend) und Felix Zschocke (8./Straße/Schüler) sogar schon bei Deutschen Meisterschaften. Genügend Hoffnungsträger gibt es also auch im neuen Jahr. Bildtext: Florian Kretschy gelang der größte Erfolg auf nationaler Ebene. Auf der Bahn holte er DM-Bronze im Omniumswettbewerb. - Foto: Klaus Fischer Vorjahresbilanz schwer zu überbieten  Startseite  > 09.02.2013 Freie Presse 11.02.2013